Blick hinter die Kulissen: Erstsemester-Studierende der Freien Universität besuchen das IGZ

20.10.2023
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Prof. N. van Dam begrüßt die Studierenden auf dem Gelände des IGZ in Großbeeren | Foto: IGZ/E. Piontek
Prof. N. van Dam begrüßt die Studierenden auf dem Gelände des IGZ in Großbeeren | Foto: IGZ/E. Piontek

Vor zwei Wochen war es wieder so weit: Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) öffnete seine Tore für den traditionellen Besuch von Erstsemester-Studierenden der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Jens Rolff. Auch in diesem Jahr gaben die Mitarbeitenden auf dem Gelände des IGZ Einblick in die vielfältigen Forschungsarbeiten des Instituts und stellten sich den interessierten Fragen der Biologie-Student*innen.

Nach einer Begrüßung der rund 100 Gäste durch die wissenschaftliche Direktorin Prof. Nicole van Dam ging es in Kleingruppen zu den Stationen in den Gewächshäusern, in der Klimakammerhalle und ins Laborgebäude.

Zunächst präsentierten Prof. Philip Wigge und Dr. Justyna Olas-Apelt ihre Arbeiten, in denen sie der Frage nachgehen, wie Pflanzen Temperaturen wahrnehmen, um langfristig klimaresistente Kulturpflanzen zu ermöglichen. Eine Etage darüber stellten Dr. Franziska Hanschen und Dr. Paula Bueno die umfassende Plattform zur Analyse pflanzlicher Inhaltsstoffe vor, die zum Beispiel für die Identifikation und Konzentrationsbestimmung von Senfölglycosiden und ihren gesundheitsfördernden Abbauprodukte aus Kohlgemüse eingesetzt werden.

Im produktionsnahen Gewächshaus erklärte Angela Schmidt die Funktion eines beweglichen Rinnensystems für die ressourcenschonende Anzucht von Salat. Die Experimente zur Resilienz heimischer Wildpflanzen stellte Doktorandin Melanie Hanser im Kabinengewächshaus vor.

Weitere Infrastrukturen und wie sie für die gartenbauliche Forschung eingesetzt werden, zeigten Dr. Rita Zrenner sowie Thomas Runge: In einer der begehbaren Phytokammern findet ein Versuch zur Analyse der Interaktionen von Kartoffeln mit einem Pilz statt. Im Gaswechselgewächshaus können bis zu sieben Umweltgase gezielt zugeführt werden und der Gaswechsel ober- und unterirdisch erfasst werden. So können beispielsweise die Wirkung von Stadtabgasen oder Veränderungen der Atmosphäre durch den Klimawandel simuliert und analysiert werden.

Zum Abschluss nahm Dr. Anna Fricke die Studierenden mit in das temperierte Makroalgen-Labor und sprach über das Potenzial „Meeresgemüse“.