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1.1 Temperatursensorik in Pflanzen

1. Programmbereich
FUNCT Funktionelle Pflanzenbiologie
1.1 Temperatursensorik in Pflanzen
1.2 Pflanzenmetabolismus
1.3 Wurzel-Spross-Interaktionen
2. Programmbereich
MICRO System Pflanze-Mikroorganismen
3. Programmbereich
QUALITY Pflanzenqualität und Ernährungssicherheit
4. Programmbereich
HORTSYS Gartenbausysteme der Zukunft
Beschreibung
Mitarbeiter
Zusammenarbeit

Temperatur ist einer der Hauptfaktoren, die die räumliche Verteilung und das Verhalten von Pflanzen weltweit bestimmen. Pflanzen verfügen über sehr empfindliche Temperatursensoren. So hat sich  die Blütezeit von Wildpflanzen infolge des Klimawandels bereits verändert.

Gartenbauliche Kulturen sind sehr anfällig für die zukünftig vorhergesagten Temperaturanstiege. Es wird angenommen, dass die Erträge vieler Kulturpflanzen pro 10 ° C Temperaturanstieg um etwa 10% sinken werden. Trotz der Bedeutung der Temperatursignalisierung wissen wir relativ wenig über die zugrunde liegenden Mechanismen, bezüglich der Wahrnehmung von Temperatur und der Integration dieser Informationen in Entwicklungs- und Anpassungspfade der Pflanzen. In unserer Forschungsgruppe verwenden wir daher multidisziplinäre Ansätze, um Thermosensoren und die damit verbundenen Signaltransduktionswege zu identifizieren. Wir arbeiten in Modell- und Gartenbaubetrieben und verwenden Genetik, Genexpressionsanalyse, ChIP und DAP-seq, Bioinformatik, Proteomik und Genom-Editing, um Hypothesen zur Erfassung der Temperatur zu identifizieren, zu testen und zu validieren. Dieses Wissen ist für die Grundlagenforschung  von Interesse, hat aber auch ein erhebliches Anwendungspotenzial für die Züchtung klimarelastischer Kulturen. Das IGZ bietet ein ideales Umfeld für diese Forschung und ermöglicht es, sowohl innerhalb des Instituts als auch auf dem nahe gelegenen Campus Golm mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie und der  Universität Potsdam zusammenzuarbeiten oder von herausragenden lokalen Forschungsgruppen an der Freien und Humboldt-Universität in Berlin zu profitieren.


Wir freuen uns über Bewerbungen von herausragenden Wissenschaftler*innen auf allen Ebenen, die mit uns an diesen wichtigen Fragen arbeiten wollen. Ehemalige Student*innen des Labors haben auf Doktorandenstellen in Harvard, Stanford, Cambridge, dem John Innes Center und dem MIT promoviert. Sechs ehemalige Wigge-Labor-Postdocs haben eigene Forschungsgruppen geleitet.