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Abstract

Zur Wirkung von Stickstoffdüngern in Kombination mit dem Nitrifikationshemmstoff Dimethylpyrazolphosphat auf zwei ungarischen Böden.

In zwei ungarischen Böden (Sand und Lehm) wurden im Gewächshaus mit Hafer als Versuchspflanze Ammoniumsulfat und Harnstoff (beide 15 N-markiert) in zwei Jahren mit dem Nitrifikationsinhibitor 3,4-Dimethylpyrazolphosphat (DMPP) getestet. Die Nitrifikation wurde anfangs um 6 Wochen (Sandboden) bzw. 4 Wochen (Lehmboden) verzögert. DMPP erhöht die N-Immobilisation. Düngerstickstoff wird frühzeitig ausgeschöpft, während die Aufnahme von bodenbürtigem Stickstoff im Vegetationsverlauf allmählich erfolgt. Die Mineraldüngung hat organisch gebundenen Bodenstickstoff zusätzlich für die Pflanzenaufnahme aktiviert. In der Trockenmasseentwicklung zeichnet sich bereits ab Mai eine starke Differenzierung zwischen den Prüfgliedern ungedüngt und N-Düngung ab. Folgerichtig wird zum Erntezeitpunkt in den Gefäßen ohne N-Vorlage ein statistisch gesicherter Minderertrag erzielt. DMPP-Zusatz hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Hafervegetation und den Korn- und Strohertrag des Getreides.



Peschke, H.; Loch, J.; Jaszberenyi, I.; Schmidt, St. 2004. Zur Wirkung von Stickstoffdüngern in Kombination mit dem Nitrifikationshemmstoff Dimethylpyrazolphosphat auf zwei ungarischen Böden. Archives of Agronomy and Soil Science 50 (10), 573-582.