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Abstract

Kalt bewurzelte Jungpflanzen blühen früher.

Um den Einfluss der Bewurzelung bei niedriger Lufttemperatur auf die spätere Qualität der Fertigware prüfen zu können, wurden Stecklinge von 5 verschiedenen Beet-und Balkonpflanzenarten (Pelargonium zonale ‚Salmon Komtess‘, Pelargonium peltatum ‚Ruben Shining Dark Red‘, Ostespermum ecklonis ‚Summertime Sunshine‘, Bidens ferulifolia ‚Bidy Yellow‘ und Verbena-Hybriden ‚Empress Dark Red‘) in 3 Durchläufen (für Topftermine Kalenderwoche (KW) 5, KW 8 und KW11) mit 3 Wiederholungen, sowohl bei einer Lufttemperatur von 10°C und einer Substrattemperatur, mittels Niedrigtemperaturwarmwasserheizung, von 20°C, als auch bei einer Lufttemperatur von 20°C und gleicher Substrattemperatur bewurzelt. Die Weiterkultur erfolgte in 3 verschiedenen Temperaturvarianten:1 kalt= TMT 12°C, 2 kalt mit Bodenheizung = TMT 12°C mit 17°C Bodenheizung, 3 normal= TMT 17°C.
Die Kulturdauer belief sich zwischen 76 Tagen (1. Satz ) und 42 Tagen (3.Satz).
„Kalt“ bewurzelte Jungpflanzen (warmer Fuß, kalter Kopf) führten bei Topftermin bis KW 8 zu früherer Blüte und zu kompakterer Ware. Wenn möglich, sollten Stecklinge bei Bodentemperaturen zwischen 18 und 20°C aber bei kühlen (bis 10°C) Lufttemperaturen bewurzelt werden (Arten- und Sortenspezifik ist zu berücksichtigen)



Kadner, R.; Eckart, G. 2010. Kalt bewurzelte Jungpflanzen blühen früher. Versuche im deutschen Gartenbau, Zierpflanzenbau, www.hortigate.de.