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Abstract

Der Kastenparzellenversuch Grossbeeren nach sechs Rotationen: C- und N-Bilanzen des Dauerversuchs mit gemüsebaulicher Bodennutzung.

Der Kastenparzellenversuch Grossbeeren ist ein Dauerversuch, in dem verschiedene Düngungsstrategien in einer beregneten Gemüsefruchtfolge auf drei unterschiedlichen Böden geprüft werden. Das Ziel dieses Beitrags bestand in der Untersuchung der langfristigen Wirkung differenzierter organischer und mineralischer N-Düngung auf die einzelnen Komponenten von C- und N-Bilanzen. In Bezug auf die C-Bilanzen wurde festgestellt, dass unter dem alleinigen Blickwinkel des Erreichens eines höchst möglichen „C-Gewinns“ im System Boden-Pflanze die C-Zufuhr über die organische Düngung zu minimieren und die Höhe der Netto-N-Zufuhr so zu bemessen ist, dass eine für den jeweiligen Standort höchst mögliche pflanzliche Biomasseproduktion gewährleistet wird. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Ergebnisse der N-Bilanzen wurde für den Kastenparzellenversuch Großbeeren geschlussfolgert, dass unter den Optionen (a) des Erreichens eines höchstmöglichen „C-Gewinns“ und (b) des Einhaltens eines Grenzwertes für einen N-Verlust von höchstens 50 kg ha -1 Jahr -1 die organische Düngung zu minimieren ist, während hingegen die N-Zufuhr in mineralischer Form soweit gesteigert werden kann, bis das standorttypische Potential der Erzeugung pflanzlicher Biomasse erreicht ist.



Rühlmann, J. 2003. Der Kastenparzellenversuch Grossbeeren nach sechs Rotationen: C- und N-Bilanzen des Dauerversuchs mit gemüsebaulicher Bodennutzung. Archives of Agronomy and Soil Science 49, 511-536.