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Einsatz des EU-Rotate Modells zur Verminderung von Stickstoffverlusten im deutschen Freilandgemüsebau

Beschreibung
Mitarbeiter
Publikationen
Zusammenarbeit

2007 - 2010

Projektziel war die Identifizierung von Gemüsefruchtfolgen, mit denen Stickstoffverluste im Freilandgemüsebau vermindert werden können, ohne die Wirtschaftlichkeit der Gemüseproduktion zu gefährden. Dafür sollte das Agro-Ökosystemmodell EU-Rotate anhand von Daten aus Feldversuchen validiert werden und – falls sich das Modell als geeignet erwies – sollten Szenariorechnungen genutzt werden, um unterschiedliche Fruchtfolgestrategien an mehreren Standorten zu prüfen. Zur Modellvalidierung wurden an drei Standorten Feldversuche durchgeführt, in denen über zwei bzw. drei Jahre unterschiedliche Fruchtfolgen untersucht wurden, die so gewählt waren, dass die Wirkungen von großen Mengen an Ernterückständen und von verschiedenen Zwischenfrüchten erfasst werden konnten.

KOOPERATIONSPARTNER

NAME
Standort
Land
Dr. Norbert Laun, Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinpfalz
Neustadt
Deutschland

Einsatz des EU-Rotate Modells zur Verminderung von Stickstoffverlusten im deutschen Freilandgemüsebau

Die erste Hypothese, dass durch den Anbau von Zwischenfrüchten, der N-Bilanzüberschuss der untersuchten Gemüsefruchtfolgen erheblich vermindert werden kann, wurde nicht bestätigt. Unter den Bedingungen der durchgeführten Feldversuche hatten Zwischenfrüchte insgesamt nur geringe Wirkungen auf die N-Bilanz, insbesondere führten die Zwischenfrüchte nicht immer zu einer Verminderung von N-Bilanzüberschüssen. Dies ist bemerkenswert, da in den Feldversuchen Blumenkohl als Vorfrucht gewählt wurde, eine Kultur mit besonders hohen N-Bilanzüberschüssen und daher auch mit großem Potential für die Verminderung der Überschüsse durch Zwischenfrüchte.

Das Ergebnis könnte zum Teil durch gasförmige N-Verluste verursacht sein, da dadurch N aus den Ernterückständen des Blumenkohls verloren ging und für die danach angebauten Zwischenfrüchte nicht zur Verfügung stand. Pflanzenbauliche Maßnahmen zur Verminderung von gasförmigen N-Verlusten aus Ernterückständen sollten zukünftig intensiver untersucht werden. Die Wetterbedingungen hatten einen wesentlichen Einfluss auf die N-Bilanzen und verursachten eine große Variabilität der Ergebnisse zwischen den Versuchsjahren. Dies bestätigte die zweite Hypothese, dass Auswirkungen unterschiedlicher Fruchtfolgen nur durch langjährige Feldversuche vollständig erfasst werden können.

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