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Annual Reports

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Annual report IGZ 2013-2014

Annual report IGZ 2011-2012

Annual report IGZ 2009-2010

Annual report of the Leibniz association 2014

Contact

Dr. rer. hort.

Marina Korn

Großbeeren
033701 - 78 238
korn@igzev.de

Directorate

Press Releases

Stecklinge aus dem Weltraum: Leibniz Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Erfurt unterstützt Schülerprojekt, PM 21.03.2017

Eine der großen Herausforderungen für zukünftige längere Reisen im All z.B. zum Mars ist die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln während dieser Missionen. Neben der Pflanzenanzucht aus Samen können Pflanzen vegetativ über Stecklinge vermehrt werden. Diese Methode ist besonders dann von Interesse, wenn die Vermehrbarkeit über Samen eingeschränkt ist. Im Gegensatz zur Samenkeimung ist der Prozess […]

Eine der großen Herausforderungen für zukünftige längere Reisen im All z.B. zum Mars ist die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln während dieser Missionen. Neben der Pflanzenanzucht aus Samen können Pflanzen vegetativ über Stecklinge vermehrt werden. Diese Methode ist besonders dann von Interesse, wenn die Vermehrbarkeit über Samen eingeschränkt ist.

Im Gegensatz zur Samenkeimung ist der Prozess der Stecklingsbewurzelung, bei dem zunächst bestimmte Zellen des Sprosses zu neuen Wurzelzellen umprogrammiert werden müssen, unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit gänzlich unerforscht. Eine Schülergruppe an der Edith-Stein-Schule in Ravensburg konnte unter der Leitung ihrer Lehrerin Brigitte Schürmann entscheidende Unterstützer, darunter die NASA, für das „Jugend forscht” Projekt V3PO zur „Vegetativen Vermehrungsfähigkeit von Pflanzen im Orbit” begeistern, so dass die Idee umgesetzt werden kann (http://www.ess-rv.de/?page_id=1679).

Nach Identifikation des kleinblättrigen Ficus pumila als geeignete Versuchspflanze wurden im Februar 2017 acht Stecklinge in einer speziell dafür entwickelten Bewurzelungsbox zur Internationalen Raumstation ISS transportiert. Am 19.3.2017 sind die Stecklinge wieder auf der Erde eingetroffen, wo die Wurzelbildung analysiert und mit einer Referenzkultur verglichen werden soll.

Als auf dem Gebiet der Wurzelentwicklung international ausgewiesener Wissenschaftler wurde Dr. Uwe Drüge am IGZ in Erfurt gebeten, die Auswertung dieses Experimentes wissenschaftlich zu betreuen. Nach seinen Empfehlungen wird das Schülerteam die am 24.3.2017 im BASF Agrarzentrum eintreffenden Stecklinge zunächst makroskopisch bonitieren und vermessen. In einigen Wochen werden die Schüler im IGZ in Erfurt weitere mikroskopische und biochemische Analysen der Stecklinge vornehmen, um Hinweise auf gewebe- und stoffwechselspezifische Anpassungen an die Schwerlosigkeit zu bekommen.

Kontakt:

Dr. Uwe Drüge

Kühnhäuser Str. 101

99090 Erfurt

Tel. 036201 785222

E-mail: druege@erfurt.igzev.de

 

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Pressemitteilung zum Download (Pdf)

 

Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Optimierung der N-Düngung im Freilandgemüsebau, 04.01.2017

Die Düngeverordnung (DüV) regelt die gute fachliche Praxis der Düngung in Deutschland und setzt damit die EU-Nitratrichtlinie um. Die EU gibt mit der Nitratrichtlinie vor, dass die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft einzuhalten ist, um die Nitratbelastung von Grund- und Oberflächengewässern zu vermindern. Der aktuelle Nitratbericht des Bundesumweltministeriums zeigt, dass die Nitratproblematik in Gebieten […]

Die Düngeverordnung (DüV) regelt die gute fachliche Praxis der Düngung in Deutschland und setzt damit die EU-Nitratrichtlinie um. Die EU gibt mit der Nitratrichtlinie vor, dass die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft einzuhalten ist, um die Nitratbelastung von Grund- und Oberflächengewässern zu vermindern. Der aktuelle Nitratbericht des Bundesumweltministeriums zeigt, dass die Nitratproblematik in Gebieten mit intensiver Tierhaltung besonders ausgeprägt ist. Aber auch in den Regionen mit intensivem Gemüsebau werden N-Überschüsse oder zu hohe Nitrat-Konzentrationen in den Messbrunnen beobachtet. Hier gibt es weiterhin Handlungsbedarf für den Gemüsebau.

Gemüsebaubetriebe müssen unter den Bedingungen der novellierten DüV ihre Düngungsstrategien, Produktionssysteme, Arbeits- und Betriebsorganisationen teilweise anpassen, damit sie auch zukünftig gesetzeskonform und wirtschaftlich produzieren können.

Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde Anfang 2016 mit einem Modell- und Demonstrationsvorhaben begonnen. Dieses überregionale und interdisziplinäre Projekt soll die regionalen Beratungsangebote zur Umsetzung der novellierten DüV erweitern. Wesentliche Merkmale dieses Vorhabens sind:

Einheitliche Nutzung des von Beratung und Wissenschaft erarbeiteten Wissens

Grundlage der Düngungsempfehlungen für alle beteiligten Betriebe ist das am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) entwickelte N-Expert System (www.igzev.de/n-expert). Die im N-Expert System verwendeten Algorithmen und Daten geben den Stand des Wissens zur Berechnung von schlagspezifischen Düngungsempfehlungen für Gemüse wieder. Sie beruhen auf Ergebnissen nationaler und internationaler Forschungsprojekte sowie auf dem Fachwissen der nationalen Arbeitsgruppe „Düngung im Freilandgemüsebau”, in der Düngungsberater und Wissenschaftler zusammenarbeiten. Die N-Bedarfswerte für Gemüse, die mit der novellierten DüV ab 2017 verbindlich werden, beruhen weitgehend auf den Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe.

Modellhafte Umsetzung der DüV in Betrieben mit sehr unterschiedlichen Produktionssystemen und Betriebsorganisationen

Die Vorschriften der DüV gelten gleichermaßen für alle Betriebe über zwei Hektar Nutzfläche. Aber die unterschiedlichen Betriebsstrukturen erfordern unterschiedliche Ansätze, um die Vorschriften der novellierten DüV in die Produktionssysteme und Betriebsorganisationen zu integrieren. Durch die Auswahl der Betriebe aus drei unterschiedlichen Regionen ist sichergestellt, dass die beteiligten Betriebe die ganze Bandbreite von Gemüse produzierenden Betrieben widerspiegeln, insbesondere hinsichtlich der Betriebsgröße, der Art und Vielfalt der Produkte sowie der Vermarktungswege.

Die beteiligten Regionen und Mitarbeiter sind:

das Knoblauchsland mit sehr kleinräumigen Strukturen und einem hoher Anteil von Direktvermarktung (Andreas Schmitt und Dr. Alexander Dümig, AELF Fürth, Anton Offenberger, Gemüseerzeugerring Knoblauchsland),

die Vorderpfalz mit sehr großen Betriebsstrukturen und indirektem Absatz (Joachim Ziegler und Esther Paladay, DLR Rheinpfalz),

der Niederrhein mit mittleren Betriebsgrößen und überwiegend indirektem Absatz (Manfred Kohl, Christine Lessmann und Dr. Karsten Lindemann-Zutz, LWK NRW).

Umfassende, betriebsübergreifende Kosten- Nutzenanalyse

Die ökonomische Begleitforschung wird vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (Dr. Hildegard Garming und Hanna Homeister) durchgeführt. Betriebliche Kosten und Nutzen von N-Minderungs-Maßnahmen werden ökonomisch bewertet und der Umweltnutzen u.a. durch die Erstellung von N-Bilanzen quantifiziert.

Netzwerkbildung und Wissenstransfer zwischen wichtigen Gemüsebauregionen in Deutschland

Projekttreffen und Workshops sollen den Austausch zwischen den am Projekt beteiligten Landwirten, Beratern und Wissenschaftlern fördern und dadurch das Wissen über die Probleme und Problemlösungen in den jeweils anderen Regionen vermehren und verbreiten. Während der Laufzeit des Vorhabens werden in kleinen Gruppen von Projektmitarbeitern und Betriebsleitern informelle Workshops zum Informationsaustausch organisiert. Diese Workshops dienen zum Wissenstransfer in die Praxis und zur Diskussion der Ergebnisse auch mit den Betriebsleitern, die nicht direkt am Modell- und Demonstrationsvorhaben beteiligt waren.

Das Vorhaben wird vom IGZ (Dr. Carmen Feller und Dr. Matthias Fink) koordiniert. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, modellhaft aufzuzeigen, wie Probleme bei der Umsetzung der Düngeverordnung unter Praxisbedingungen gelöst werden können. Darüber hinaus werden weitere Ansätze, die zur Verminderung von N-Verlusten beitragen, unter Praxisbedingungen demonstriert, wie z.B. die Beregnungssteuerung und die Fruchtfolgeplanung. Die Ergebnisse der ökonomischen Begleitforschung werden dazu beitragen, die Diskussion über den Aufwand und Nutzen von N-Minderungs-Maßnahmen zu objektivieren.

Erste Ergebnisse

Das Computerprogramm N-Expert – Düngungsberatung und Nährstoffbilanzierung im Freilandgemüsebau unterstützt Landwirte und Düngungsberater bei der Ermittlung des Düngungsbedarfs von Gemüsekulturen und bei der Erstellung von Nährstoffbilanzen gemäß Düngeverordnung. Das vom IGZ herausgegebene Programm wurde 2016 vollständig überarbeitet.

Die neue N-Expert Version 4.3. berechnet schlagspezifische N-Düngeempfehlungen und schätzt dazu nicht nur die N-Aufnahme von Gemüsekulturen, sondern auch die N-Mineralisierung aus organischer Bodensubstanz und aus organischen Düngemitteln. Daher kann N-Expert jetzt nicht nur von konventionellen, sondern auch von biologisch wirtschaftenden Gemüsebaubetrieben für die Düngeplanung genutzt werden.

Die mitgelieferte Datenbank enthält aktuelle Informationen über den Nährstoffbedarf (N, P, K, Mg) von allen wichtigen Gemüsearten und von vielen weiteren Pflanzenarten, die in der Fruchtfolge mit Gemüse angebaut werden können. Die Datenbank bleibt durch automatische Updates immer auf dem aktuellen Stand.

Für das Frühjahr 2017 ist eine neue Version geplant, die Düngebedarf und Nährstoffvergleiche für N und P gemäß DüV 2017 berechnet und die Ergebnisse auf den von der DüV vorgegebenen Formularen ausgibt.

Die jeweils aktuelle N-Expert Software kann immer kostenlos von der Internetseite des Modell- und Demonstrationsprojektes heruntergeladen werden (https://moden.igzev.de/de/veroeffentlichungen/). Über weitere Ergebnisse des Projekts werden wir demnächst auf unserer Internetseite und in der Zeitschrift Gemüse berichten.

Kontakt: Dr. Matthias Fink, fink@igzev.de, www.igzev.de

 

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Website des Modell- und Demonstrationsprojektes

Pressemitteilung als Pdf zum Download

 

Agrarpolitik trifft Forschung: Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft Thomas Mahlberg zu Besuch am IGZ, 12.12.2016

  MdB Thomas Mahlberg (CDU/CSU), Mitglied des Bundesausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, besuchte am 12. Dezember 2016 auf Einladung des Vorstands das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) am Standort Großbeeren am Stadtrand Berlins. Bei einem Rundgang durch Labore und Gewächshäuser erklärten Wissenschaftler die vielseitige und relevante Arbeit der Forschungsgruppen des Instituts. Herr Mahlberg nutzte […]

 

MdB Thomas Mahlberg (CDU/CSU), Mitglied des Bundesausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, besuchte am 12. Dezember 2016 auf Einladung des Vorstands das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) am Standort Großbeeren am Stadtrand Berlins.

Bei einem Rundgang durch Labore und Gewächshäuser erklärten Wissenschaftler die vielseitige und relevante Arbeit der Forschungsgruppen des Instituts. Herr Mahlberg nutzte die Möglichkeit sich mit deutschen und internationalen Forschern über Herausforderungen der Gartenbauforschung weltweit und im nationalen Bereich auszutauschen.

Hervorragende technische Infrastrukturen im Labor und ein europaweit einzigartiges Gewächshaus ermöglichen Untersuchungen in der Grundlagenforschung ebenso wie die Zusammenarbeit mit der Praxis. Bearbeitet werden Themen zu Pflanzenqualität, Pflanzengesundheit, Pflanzenernährung und Vermehrung. Welche gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe enthält zum Beispiel Gemüse tatsächlich und wie lassen sich deren Menge und Kombination auf natürliche Weise verstärken? Wie resistent sind Pflanzen gegenüber Stressfaktoren und welche Möglichkeiten gibt es, sie abzuhärten?

Ein besonderer Fokus des Besuchs lag auch auf der Zierpflanzenforschung. Zucht, Anbau und der Handel von Zierpflanzen sind weltweit bedeutende ökonomische Faktoren. Ein Grund dafür ist der Wunsch des Menschen, sich in vielen Lebenslagen mit Natur zu umgeben.

Am Standort Erfurt des IGZ werden Faktoren wie Saatgutqualität, Blüteneigenschaften und Prozesse in Zierpflanzen während Lagerung und Transport untersucht. Nun soll dieser Standort geschlossen werden. Eine Entscheidung, die von Firmen in und um den Zierpflanzenbau und kooperierenden Forschungseinrichtungen sehr kritisch gesehen wird.

MdB Mahlberg betonte die große Bedeutung der Agrarwirtschaft und des Gartenbaus für jeden Einzelnen. Gesunde, vielseitige Ernährung und die nachhaltige Produktion unserer Nahrung betreffen die gesamte Bevölkerung. Deutschland kann nur dann wichtiger Player sein, wenn es auch in der unabhängigen Forschung eine entscheidende Rolle spielt.

Dazu werde eine gemeinsame parteienübergreifende Strategie benötigt und eine verstärkte Kommunikation dazu, welche Rolle Landwirtschaft, Gartenbau, Gemüse und Zierpflanzen spielen. Wichtig sei dabei, die Verbraucher fair und ehrlich zu informieren. Herr Mahlberg wies dabei auch auf den kürzlich im Bundestag von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD gestellten Antrag zum Gartenbau als innovativen Wirtschaftszweig, der gestärkt und zukunftsfest gemacht werden solle.

 

Pressekontakt für das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau

Dr. Marina Korn

Telefon: 033701-78 238                                                                                                                                                                                            Email: Korn@igzev.de

 

Weiterführende Informationen:

Website des Instituts: www.igzev.de

Das IGZ ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft (www.leibniz-gemeinschaft.de).

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Foto :  Wissenschaftler des IGZ erläutern MdB Mahlberg die Funktionsweise des Gaswechselgewächshauses anhand eines Versuchs. In isolierten Kammern ist es möglich, die Temperaturen im Boden und überirdisch separat zu regulieren. Zusätzlich können Umweltgase in unterschiedlichen Kombination zugegeben werden, um z.B. das Pflanzenwachstum in Städten nachzustellen.

Fotografin: Eva Piontek

Die Fotografie ist zur Nutzung im vorliegenden Kontext freigegeben. Bitte wenden Sie sich an uns bezüglich weiteren Bildmaterials.

 

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Die Pressemitteilung als Pdf zum Download

 

IGZ: in Brandenburg gelobt, in Thüringen geschlossen, 24.06.2016

Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die weitere Förderung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) beschlossen. Laut der Pressemitteilung der GWK soll aber nur am Standort Großbeeren weitergearbeitet werden. Die Förderung des Standorts Erfurt dagegen wird mit Ablauf des Jahres 2016 eingestellt. Das IGZ bedauert, dass diese wissenschaftspolitische Entscheidung […]

Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die weitere Förderung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) beschlossen. Laut der Pressemitteilung der GWK soll aber nur am Standort Großbeeren weitergearbeitet werden. Die Förderung des Standorts Erfurt dagegen wird mit Ablauf des Jahres 2016 eingestellt. Das IGZ bedauert, dass diese wissenschaftspolitische Entscheidung gefallen ist, obwohl eine internationale wissenschaftliche Gutachterkommission im Jahr 2015 noch anderslautende Empfehlungen gegeben hatte.

 

“Diversität, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung sind Bausteine der Forschung im Gartenbau, die auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will”, sagt Prof. Philipp Franken, Abteilungsleiter des IGZ am Standort Erfurt. Das IGZ ist ein international erfolgreiches Institut der Pflanzenwissenschaften. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IGZ tragen mit ihrer Arbeit zur ausreichenden und gesunden Ernährung, zum Wohlbefinden und zur Schonung der natürlichen Ressourcen bei. Das IGZ will mit seiner Arbeit auch eine nachhaltige Entwicklung der Lebensgrundlagen in Ländern und Regionen mit geringen Einkommen und unsicheren Lebensverhältnissen fördern.

 

Biologische Verfahren können beim Anbau von Pflanzen chemisch-synthetische Mittel erfolgreich ersetzen, wenn die dazu nötige Forschungsarbeit finanziert wird. Vor einigen Monaten haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Standort Erfurt des IGZ dazu ein europäisches Netzwerk mitgestaltet, das nun von der EU gefördert wird[1]. Eine andere Gruppe aus Erfurt war vor wenigen Wochen an der Publikation des Genoms der Petunie in der Fachzeitschrift “Nature Plants” beteiligt[2], was die Grundlage für eine moderne Züchtungsforschung an einer der beliebtesten Zierpflanzen ist. Durch den Beschluss der GWK soll diese Forschung nun nicht mehr innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft fortgesetzt werden.

“Ich bedauere, dass die beteiligten Kolleginnen und Kollegen nun vor einer unsicheren beruflichen Zukunft stehen und die guten Forschungsansätze dort und die internationale Zusammenarbeit nun nicht mehr gefördert werden”, sagt Prof. Eckhard George, Wissenschaftlicher Direktor des IGZ. “Wissenschaftlich gesehen ist das ein großer Verlust. Ich glaube aber, dass wir trotzdem auch in Zukunft am IGZ und in der Leibniz-Gemeinschaft auf internationalen Austausch und unabhängige Forschung achten sollten.”

[1] EU Projekt Boosting Plant-Endophyte Stability, Compatability and Performance across scales (BestPass) http://bestpass.ku.dk/about/involved/

[2] Bombarely, A., Moser, M., Amrad, A., Bao, M., Bapaume, L., Barry, C. S., …Druege, U.…. Franken, P.,… (2016). Insight into the evolution of the Solanaceae from the parental genomes of Petunia hybrida. Nature Plants, 2, 16074.  doi:10.1038/nplants.2016.74

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Pressemitteilung des IGZ zur GWK-Entscheidung

 

Humanitäre Hilfe und Ernährungssicherung, 03.06.2016

Welchen Beitrag kann die Landwirtschaft in Krisensituationen leisten?   Immer mehr Menschen werden durch gewaltsame Auseinandersetzungen oder Überschwemmungen und Dürren aus ihrer Heimat vertrieben. Schätzungen gehen davon aus, dass sich aktuell rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist außerdem durch Konflikte und mangelnde Staatlichkeit gefährdet.   Welchen Beitrag […]

Welchen Beitrag kann die Landwirtschaft in Krisensituationen leisten?

 

Immer mehr Menschen werden durch gewaltsame Auseinandersetzungen oder Überschwemmungen und Dürren aus ihrer Heimat vertrieben. Schätzungen gehen davon aus, dass sich aktuell rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist außerdem durch Konflikte und mangelnde Staatlichkeit gefährdet.

 

Welchen Beitrag kann die Landwirtschaft in Krisensituationen wie Kriegen oder Naturkatastrophen zur Ernährungssicherung der betroffenen Bevölkerung leisten? Diese Frage haben rund 40 internationale Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Rahmen eines von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) unterstützten Kosmos-Workshops diskutiert. Ausrichter der Veranstaltung am 30. und 31. Mai waren die Lebenswissenschaftliche Fakultät der HU und das Leibnitz Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren.

 

Bei dem Workshop ging es konkret um die Frage, wie eine ausreichende und gesunde Ernährung unter unsicheren Bedingungen gewährleistet werden kann. Vertreter aus Wissenschaft und Geberorganisationen diskutierten, welche Folgen sich aus Konflikten, Überschwemmungen, Dürren und mangelnder Nahrungsmittelversorgung im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit ergeben.

 

Weitere diskutierte Themen waren die Situation und Bedingung für Hilfsangebote in Flüchtlingscamps, die Rolle von gewaltsamen Konflikten, der Zusammenhang von hohen Nahrungsmittelpreisen und Hungerkrisen, die Folgen des Klimawandels und die Ressourcenknappheit. Einhellige Meinung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und enge Kooperation mit den Hilfsorganisationen können dringend benötigtes Wissen erarbeitet und Lösungswege entwickelt werden. Gemeinsam wurde bei dem Treffen eine Erklärung formuliert, in der Entscheidungsträger aufgefordert werden, die notwendige Forschung in diesem Bereich zu voranzutreiben.

 

Die Erklärung findet sich unter: https://www.igzev.de/kosmos2016/

Gruppenfoto aller Teilnehmer_innen des Workshops (Fotografin: Eva Piontek)

Pressemitteilung als Pdf: PM_Humanitäre-Hilfe-Ernährungssicherung.pdf

 

Kontakt

Prof. Dr. Wolfgang Bokelmann

Humboldt-Universität zu Berlin

Lebenswissenschaftliche Fakultät

Tel. 030 2093-46332

w.bokelmann@agrar.hu-berlin.de

 

Prof. Dr. Eckhard George

Humboldt-Universität zu Berlin &

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt

Tel. 033701-78 105

george@igzev.de

 

Prof. Dr. Tilman Brück

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt

Tel. 033701-78 124 

brueck@igzev.de

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Pressemitteilung, 03.06.2016 "Humanitäre Hilfe und Ernährungssicherung"

Gemeinsame Erklärung der Teilnehmer `Berlin Statement on the Role of Agriculture and Food Security´

KOSMOS Programm der Humboldt-Universität zu Berlin

 

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Basil seedlings

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Seedlings, experimental setup

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Young plants before piquing

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System for exact nutrient supply

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Thermometer in the basement of the phytotron

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The new Phytotron - view from outside

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Mrs Kunst, minister of science opens the new phytotron

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