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4.1 Nachhaltigkeit und Stabilität von Anbausystemen

1. Programmbereich
Funktionelle Pflanzenbiologie
2. Programmbereich
System Pflanze-Mikroorganismen
3. Programmbereich
Pflanzenqualität und Ernährungssicherheit
4. Programmbereich
Gartenbausysteme der Zukunft
4.1 Nachhaltigkeit und Stabilität von Anbausystemen
5. Programmbereich
Standort Erfurt
Beschreibung
Mitarbeiter
Zusammenarbeit
Publikationen

Viele Anbausysteme im Gartenbau sind empirisch entstanden und sind charakterisiert durch eine hohe Diversität auf verschiedenen Ebenen des Systems (Pflanzenarten, Böden, Produktionsweisen).

Forschungsgruppe 4.1 will die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Anbausysteme analysieren und dann Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen, die vor allem aus den Erkenntnissen der Arbeiten in den Programmbereichen 1 bis 3 entwickelt werden. Der Fokus der Forschungsgruppe liegt auf Prozessen in den Kontaktbereichen Substrat-Pflanze-Atmosphäre: Umsatz von organischer Substanz, Rhizosphärenbedingungen und die Abgabe von Substanzen aus der Wurzel, Nährstoffdynamik und die Bildung von Inhaltsstoffen durch die Pflanze als Folge von Anbaubedingungen, Verlust von Nährstoffen und klimarelevanten Gasen an die Umwelt, Einfluss von Fruchtfolgen auf diese Vorgänge. Dabei werden besonders die natürliche Variabilität und die Auswirkungen von Langzeitveränderungen (Klimawandel) der abiotischen Bedingungen betrachtet. Möglichkeiten zu einer nachhaltigen Verbesserung bestehender Anbausysteme sollen sowohl für Bedingungen im Gewächshaus als auch beim Feldanbau erarbeitet werden.

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Ein besonderer Schwerpunkt sind Untersuchungen zur Vermeidung von CO2– und N2O-Emissionen in Gewächshaus- und Feldanbausystemen. Dies hat insbesondere Bedeutung auch vor dem Hintergrund der vor kurzem erfolgten Ratifizierung der Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 (COP 21), in deren Folge die Vermeidung von klimarelevanten Emissionen aus der Landwirtschaft einen noch größeren Stellenwert bekommen wird. Bei der Forschung zur Vermeidung von Emissionen aus dem intensiven Gartenbau hat das IGZ in Deutschland eine Spitzenstellung, die in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll. Die Arbeiten dieser Forschungsgruppe werden in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, aber häufig auch in Medien mit größerer Reichweite publiziert und in öffentlich verfügbaren „Decision Support Systems“ (zum Beispiel Software „N-Expert“) sowie bei der Formulierung neuer Verordnungen (Düngegesetzgebung) genutzt.

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Aktuelles Projekt

01.2017 - 12.2021

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