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5.3 Entwicklung neuer Genotypen

1. Programmbereich
Funktionelle Pflanzenbiologie
2. Programmbereich
System Pflanze-Mikroorganismen
3. Programmbereich
Pflanzenqualität und Ernährungssicherheit
4. Programmbereich
Gartenbausysteme der Zukunft
5. Programmbereich
Standort Erfurt
5.1 Adventivwurzelbildung und Stressreaktion von Zierpflanzen
5.2 Grundlagen der Samen- und In-vitro-Vermehrung
5.3 Entwicklung neuer Genotypen
5.4 Wurzel-Pilz-Beziehungen
Beschreibung
Mitarbeiter
Zusammenarbeit
Publikationen

Die Züchtung gartenbaulicher Kulturen zeichnet sich durch eine sehr große Vielfalt an Pflanzenarten und züchterischen Merkmalen sowie durch große Unterschiede in der Intensität der Bearbeitung aus. Besonderheiten von züchterischer Relevanz bestehen in der Gruppe der Zierpflanzen einerseits durch die vegetative Vermehrung vieler Kulturen und andererseits in der besonderen Bedeutung der Blüte als Merkmal. Im Vergleich hierzu ähnelt die Gemüsezüchtung eher der Züchtung landwirtschaftlicher Arten, da die Vermehrung überwiegend über Saatgut erfolgt und bei den wirtschaftlich wichtigsten Kulturen die Züchtung von F1-Hybriden dominiert. Die starke Konzentration der Züchtungsunternehmen in den letzten Jahren betraf insbesondere die Gemüsezüchter und führte u.a. dazu, dass diesen umfangreiche Forschungsressourcen innerhalb der Unternehmen zur Verfügung stehen. Ausnahmen bilden hierbei (teilweise) die Züchtung von Sonderkulturen und die Züchtung für den Bio-Anbau.

Im Forschungsschwerpunkt 2.4 werden daher Beiträge zur Züchtungsforschung geleistet, die die speziellen Aspekte der Züchtung von Zierpflanzen und Gemüse betreffen, insbesondere:

  • Untersuchung von Blütenmorphologie sowie Blüten- und Befruchtungsbiologie
  • Entwicklung von In-vitro-Verfahren zur Erstellung von neuem züchterischem Basismaterial (einschließlich Veränderungen der Ploidiestufe)
  • Molekulare Genotypen-Identifizierung

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Untersuchung verschiedener Mutationen der Blüten der Besenheide (Calluna vulgaris). Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden der Genexpressionsanalyse wird die Funktion von Kandidatengenen, die aus der Sequenzierung des Blütentranskriptoms zur Verfügung stehen, bei der Ausprägung verschiedener Blütentypen analysiert.

Die Identifizierung von Genotypen mittels molekularer Marker ist eine Thematik, die stark von der Praxis nachgefragt wird. Entsprechend erfolgen die Arbeiten in diesem Bereich weitgehend in Form von Drittmittelprojekten, die entsprechend der Nachfrage von Praxisbetrieben entwickelt werden.

Der Forschungsschwerpunkt ist darüber hinaus auch offen für Forschungskooperationen, deren Themen nicht in die beschriebenen Bereiche fallen. Sofern die angefragte Thematik durch die inhaltliche und methodische Kompetenz des Schwerpunktes abgedeckt ist, wird angestrebt, entsprechende Drittmittelprojekte zu entwickeln.

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