Auswirkung pflanzlicher Maßnahmen auf Gemüseallergene
Nahrungsmittelallergien nehmen weltweit zu. Auch durch Gemüse werden verschiedene Nahrungsmittelallergien verursacht, die unterschiedlich starke allergische Reaktionen auslösen. Bisher sind nur weniger Allergene identifiziert. Bei Untersuchungen des Gehaltes von Allergenen in Paprika und deren Auswirkungen auf Allergiker zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen Sorten. Daher ist zu erwarten, dass pflanzenbauliche Maßnahmen einen Einfluss auf das allergene Potential von Gemüse haben. Zum Nachweis dienen empirische Test, in denen von Seiten des IGZ besonders aussichtsreiche Maßnahmen ausgewählt werden. Der Nachweis erfolgt durch Pricktests von ausgewählten sensitiven Patienten (Charité). Das Untersuchungsmaterial dient gleichzeitig der Identifizierung der Allergene (MPIMP Golm) und den Expressionstudien auf RNA Ebene. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse erfolgt eine Bewertung der Gemüsearten und –sorten, was eine mögliche Kennzeichnungspflicht solide macht.
Partner Margitta Worm, Charité HU Berlin
Wolfram Weckwerth, MPIMP Golm
Christian Scheler, Proteome Factory
Regulation der Allergenexpression in Gemüse unter dem Einfluss abiotischer und biotischer Umweltfaktoren
Unter den wenigen bekannten Gemüseallergenen befinden sich Enzyme aus dem Kohlenhydratstoffwechsel, Speicherproteine und Faktoren der Verteidigungsantwort der Pflanze auf biotischen und abiotischen Stress. Deshalb soll überprüft werden, in wie weit sich verschiedene Bedingungen (z.B. Trockenheit oder Pathogenbefall) auf die Expression von putativen Allergenen in Pflanzenprodukten, die zum Verzehr gedacht sind, und auf deren allergenes Potential auswirken. Ziel ist es Kulturmaßnahmen zu definieren, die zur Produktion von allergenarmen Gemüse führen.