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Projekte des Schwerpunkts
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AGRICOM - Das Kompetenzmodel für den landwirtschaftlichen Bereich

Das wesentliche Ziel des AGRICOM Projektes ist die Etablierung des ersten Kompetenzmodells für den landwirtschaftlichen Bereich um Transparenz und Vergleichbarkeit von beruflichen Aus- und Weiterbildungsangeboten auf einem europäischen Niveau zu stärken. AGRICOM bedeutet Transfer des Wasser-Kompetenzmodells auf landwirtschaftlichen Kompetenzen (AGRIcultural COMpetences). Das Projekt ist Teil des EU geförderten Leonardo da Vinci Programms für lebenslanges Lernen. Es werden berufliche Kompetenzen und Stellenbeschreibungen definiert, die die Grundlage für ein Internet Model zur beruflichen Aus- und Weiterbildung bilden. Zu den Kompetenzen gehören fachliche Fertigkeiten und Wissen, um Bewässerungstechnik zu installieren oder ein Gewächshaus mit Hydroponik auszustatten, zu steuern und kommerziell für die Pflanzenproduktion zu nutzen.
Laufzeit  2011 bis 2013
Projektleiter Dietmar Schwarz
Mitarbeiter Dietmar Schwarz, Henrike Perner
Partner University of Duisburg-Essen
International Foundation for Sustainable Agriculture Training (NL)
Van der Meer & van Tilburg BV (NL)
Agro-Know Technologies (GR)
Agricultural University of Athens (GR)
     
Etablierung einer Arabidopsis-Plattform zur Klassifizierung biologischer Agenzien zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten

Wurzeln sind Lebensraum für viele Mikroorganismen. Neben den wohl bekannten arbuskulären Mykorrhizapilzen können andere pilzliche Wurzelendophyten die Entwicklung von Pflanzen beeinflussen und ihre Gesundheit verbessern. Von besonderem Interesse ist hierbei die Eigenschaft dieser wurzel-assoziierten Mikroorganismen, die Wechselwirkungen der Pflanzen mit potentiellen Pathogenen zu modifizieren. Eine Sammlung pilzlicher Isolate von gartenbaulichen Kulturpflanzen soll aufgebaut und charakterisiert werden. Um die tripartiten Wechselwirkungen zwischen diesen Wurzelendophyten, Pflanzen und Pathogenen näher zu untersuchen, wird die Modellpflanze Arabidopsis eingeführt. Mutanten und transgene Pflanzen, sowie Genexpressionsstudien sollen dazu dienen, die Mechanismen dieser Wechselwirkungen aufzuklären. Auf Basis dieser Untersuchungen werden biologische Agenzien klassifiziert und zu neuartigen Inokula kombiniert. Diese Inokula müssen dann in der Anwendung an Kulturpflanzen unter praxisnahen Bedingungen überprüft werden.
Laufzeit  2007 bis 2010
Projektleiter Philipp Franken
Mitarbeiter Diana Andrade, Rita Grosch
Partner Karl-Heinz Kogel, Universität Gießen
Bernd Müller-Röber, Universität Potsdam
Corné Pieterse, Universität Utrecht
Karl-Heinz Rexer, Universität Marburg
     

Entwicklung von Zuchtmaterial von Basilikum (Ocimum basilicum) mit Resistenz gegen Falschen Mehltau (Peronospora sp.) und erhöhter Kältetoleranz

•    Bestimmung der ursächlichen Peronospora species und Aufklärung der Übertragungsmechanismen und des Wirtspflanzenkreises
•    Entwicklung eines Resistenzscreening und Prüfung von Zuchtmaterial, Sorten und Basilikumarten
•    Entwicklung einer Klimasteuerstrategie für den Gewächshausanbau von Basilikum
•    Charakterisierung der Aromastoffe in Züchtungsmaterial und Ermittlung von Korrelationen zwischen flüchtigen Verbindungen und Mehltauresistenz
•    Identifizierung von Genotypen mit den Merkmal Kältetoleranz und Kreuzungsprogramm
Laufzeit  2006 bis 2009
Projektleiterin Rita Grosch
Mitarbeiter Roxana Djalali Farahani-Kofoet, Sieglinde Widiger
Partner Dr. Peter Römer, GHG-Saaten GmbH, Aschersleben
     
Fruchtfolgeanalyse und Fruchtfolgeoptimierung im Freilandgemüsebau an ausgewählten Beispielen

Eine Möglichkeit das Krankheitsauftreten durch bodenbürtige Erreger zu limitieren ist die Gestaltung von effektiven Fruchtfolgen. Um den Salatfäuleerreger R. solani AG 1-IB durch eine geeignete Fruchtfolge entgegen zu wirken, sind Kenntnisse zur Virulenz des Erregers an praxisrelevanten Fruchtfolgekulturen notwendig. Da Untersuchungen von Fruchtfolgemaßnahmen im Feldversuch sehr zeit- und arbeitsaufwendig sind, soll die Prüfung der Virulenz in-vitro-Tests und in Gefäßversuchen an in der Praxis üblichen Fruchtfolgekulturen erfolgen. Ziel der Untersuchungen ist zu prüfen, ob der Salatfäuleerreger an den Pflanzenarten virulent ist. Letztlich gilt es, Kulturen zu finden, die durch die AG 1-IB nicht infiziert werden, an denen der Erreger sich also als avirulent erweist. Kulturen an denen die AG 1-IB nicht virulent ist, können als Fruchtfolgeglieder zur Kontrolle des Erregers R. solani im Salatanbau empfohlen werden. Im Feldversuch soll der Einfluss verschiedener Fruchtfolgemaßnahmen auf das Krankheitsauftreten mit R. solani an Salat überprüft werden.
Laufzeit  2006 bis 2009
Projektleiterin Rita Grosch
     
Identifizierung und Analyse der Regulation von Rhizoctonia solani Virulenzfaktoren während kompatibler und inkompatibler Interaktionen

Prinzipielle Abläufe der Wechselwirkung zwischen Pathogen und Pflanze können Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien liefern. Ziel des Projektes ist daher, die Aufklärung der Mechanismen bei kompatiblen und inkompatiblen Interaktionen zwischen dem Erreger R. solani und der Pflanze. Dies soll am Pathosystem R. solani an Salat untersucht werden. Dazu wird ein Modellsystem mit reproduzierbarer Interaktion zwischen einem hoch virulenten (kompatible Interaktion) und schwach virulenten (inkompatible Interaktion) R. solani Isolat etabliert, an dem die Bildung der pilzlichen Virulenzfaktoren, sowie die pflanzliche Reaktion auf diese Faktoren untersucht werden kann. Erste Einsichten in die genetischen Grundlagen dieser Prozesse sollen pilzliche und pflanzliche RNA-Expressionsmustern ergeben. Zu prüfen ist, ob und wie von der Pflanze die Bildung der Virulenzfaktoren in den Erregerisolaten reguliert wird und ob quantitative Unterschiede in ihrer Expression für die Krankheitsschwere von Bedeutung sind. Auf der anderen Seite wird untersucht, ob für nekrotrophe Erreger bekannte Abwehrreaktionen in der Pflanze in Abhängigkeit von der Aggressivität der Isolate induziert werden.
Laufzeit  2007 bis 2009
Projektleiterin Rita Grosch
Mitarbeiter Philipp Franken
Partner Biopract GmbH
     
Identifizierung, Differenzierung und Quantifizierung von pilzlichen Mikroorganismen

Klassische Methoden zur Bestimmung, zur Unterscheidung und zur Quantifizierung von Pilzen sind zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Im Rahmen des Projektes sollen Methoden entwickelt und bereitgestellt werden, um pilzliche Mikroorganismen im Boden und in Pflanzen zu identifizieren, zu differenzieren und ihre Menge zu bestimmen. Dazu werden Oligonukleotide entwickelt, die auf verschiedenen taxonomischen Ebenen spezifisch für bestimmte Gruppen oder einzelne Isolate sind. Diese dienen dann in Real-Time PCR Experimenten zur Quantifizierung dieser Pilze.
Laufzeit  2007 bis 2009
Projektleiter Philipp Franken
Mitarbeiter Rita Grosch, Ahmad Fakhro
Partner Carmen Büttner, HU Berlin
     

Studien zur Pathologie von Sclerotina Krankheiten (Sclerotinia sclerotiorum ) an Gemüsekulturen

•    Studien zur genetischen Variabilität von Sclerotinia Populationen
•    Virulenzprüfung von unterschiedlichen Isolaten aus Egypten und Deutschland
•    Untersuchungen zur genotypischen Anfälligkeit von Phaseolus vulgaris
•    Epidemiologische Studien
•    Evaluierung der Induzierten Resistenz zur Minderung des Krankheitsauftretens
•    Möglichkeiten der Bekämpfung durch den Einsatz von BCA´s
Laufzeit  2006 bis 2009
Projektleiterin Rita Grosch
Mitarbeiter Mohamed Ismail, Sieglinde Widiger, Ute Engel
Partner Baraka Suez Canal University Ismailia, Ägypten
     
Entwicklung eines Verfahrens zur Bekämpfung von Pflanzenpathogenen in hydroponischer Kultur auf der Basis von Enzympräparaten

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Bekämpfung von Pflanzenpathogenen insbesondere der Abteilung Oomycota in hydroponischer Kultur auf der Basis von Enzympräparaten. Die Unterdrückung pilzlicher Pathogene basiert auf dem Einsatz extern produzierter, spezifisch aufgearbeiteter komplexer Enzympräparate aus antagonistischen Pilzen, z. B. der Gattung Trichoderma , die hydrolytische Enzyme wie Glycosylasen, Peptidasen und Esterasen produziert, welche die Zellwände pilzlicher Pathogene angreifen. Bei Einsatz dieser Präparate ist eine toxische Wirkung auf die Wirtspflanze auszuschließen und eine hohe Wirksicherheit in der Erregerbekämpfung zu gewährleisten. Auf der Grundlage von Ergebnissen zur Infektionshäufigkeit und zum Verhalten der Erreger in den jeweiligen Kultursystemen ist eine optimale Anwendungsweise hinsichtlich der Applikationskonzentration sowie eines auf die Biologie der Erreger abgestimmten Applikationszeitpunktes und –häufigkeit zu erarbeiten. Eine hohe Wirksicherheit in der Erregerbekämpfung ist unter variierenden Bedingungen in den Kultursystemen sicher zu stellen.
Laufzeit  2005 bis 2008
Projektleiterin Rita Grosch
     
   
     
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