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Biologische Bodenentseuchung für eine umweltgerechte und intensive Gehölzproduktion

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Zusammenarbeit

2012 - 12/2017

Das vom BMEL geförderte BÖLN-Projekt hat das Ziel, die Biofumigation zu einem nachhaltigen, praxistauglichen Pflanzenschutzverfahren zu entwickeln, das als Alternative zur chemischen Bodenentseuchung in den auf Jungpflanzenanzucht spezialisierten Baumschulbetrieben eingesetzt werden kann. Dazu werden die Umsetzungsprozesse der Glucosinolate in ihre funktionellen Abbauprodukte untersucht. Zudem soll der Boden aus den Biofumigationsversuchen in den Baumschulen durch Erfassung des Wachstums von Indikatorpflanzen in Containerversuchen im Hinblick auf die Minderung/Beseitigung der Bodenmüdigkeit untersucht werden.

KOOPERATIONSPARTNER

NAME
Standort
Land
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Ellerhoop
Deutschland
Leibniz Universität Hannover
Hannover
Deutschland
Julius Kühn-Institut
Braunschweig
Deutschland

Der Nachbau von Gehölzen kann besonders bei Vertretern der Familie der Rosaceae oder Vitaceae zu einer Beeinträchtigung des Wachstums der Pflanzen und so bei der Produktion in Baum- und Rebschulen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen. Die Ursachen für diese so genannte „Bodenmüdigkeit“ sind komplex und weitgehend unbekannt. Bisher wird die Bodenmüdigkeit durch eine chemische Bodenentseuchung mit Basamid® Granulat bekämpft, welches jedoch nur noch zeitlich eng befristet über Ausnahmegenehmigungen verfügbar und aufgrund von Umweltbelastungen in der Kritik ist. Das Projekt setzt sich daher mit der der Biofumigation auseinander, um eine Alternative für den Basamid®-Einsatz zu finden und die wirtschaftliche Zukunft der Baum- und Rebschulen zu sichern. Bei der Biofumigation werden Glucosinolat-reiche Brassicales-Pflanzen zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Die dadurch freigesetzten Isothiocyanate, die dem Wirkmetaboliten des Basamids® ähneln, sollen dann eine pestizidähnliche Wirkung entfalten und die Bodenmüdigkeit bekämpfen. Im Rahmen des Teilprojekts „Auswirkungen der Biofumigation auf mikrobielle Gemeinschaften in Boden und Rhizosphäre“ befasst sich das IGZ in Zusammenarbeit mit dem JKI in Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover mit der Untersuchung der Wirkmechanismen der Biofumigation. Dafür werden Feldversuche an verschiedenen kooperierenden Baumschulen und auch Modellversuche durchgeführt. So werden beispielsweise die Gehalte an Glucosinolaten in den Biofumigationspflanzen untersucht und die daraus entstehenden Isothiocyanate im Boden identifiziert und quantifiziert, um letztendlich fundierte Aussagen über die Wirkungsweise der Biofumigation treffen zu können.

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