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Qualitätssicherung bei der Produktion von Zierpflanzenstecklingen

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Zusammenarbeit

2014 - 2017

Die Qualität von Stecklingen wird in der Jungpflanzenproduktion derzeit nur nach äußeren Parametern beurteilt. Für direkte Aussagen über die innere „Fitness“, den metabolischen Status und das Bewurzelungspotential der Stecklinge fehlen geeignete Diagnoseverfahren. Dies erschwert natürlich auch eine Prüfung der Übertragbarkeit interessanter Grundlagenkenntnisse in die Praxis.

Von dieser Einsicht motiviert, konnten wir in einem vorangegangenen Forschungsprojekt zeigen, dass mittels Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) eine schnelle und zerstörungsfreie Bestimmung des Stickstoff (N)- und Kohlenhydrat (KH)-Status von Stecklingen durchführbar und daraus eine Ableitung des Bewurzelungspotentials möglich ist.

KOOPERATIONSPARTNER

NAME
Standort
Land
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf - Institut für Gartenbau
Weihenstephan
Deutschland
Endisch Gartenbau GmbH & Co. KG
Hagenbach
Deutschland
Kientzler Gartenbau GmbH & Co. KG
Gensingen
Deutschland

Nutzung der Nah-Infrarot-Spektroskopie zur Qualitätssicherung bei der Produktion von Zierpflanzenstecklingen - Teil der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP)

Der tatsächlichen Nutzung der NIRS in der Praxis stehen derzeit jedoch noch einige Hürden entgegen. Die aktuellen Arbeiten haben das Ziel, diese Hürden zu überwinden, und die Bestimmung des N- und KH-Status mittels der Nah-Infrarot-Spektroskopie als Routineverfahren zur Qualitätskontrolle in den Jungpflanzenbetrieben zu etablieren.

Zur Etablierung der NIRS als Vor- Ort-Routineverfahren werden Richtgrößen für den optimalen Stickstoff- und Kohlenhydratstatus von Zierpflanzenstecklingen bei der Ernte erarbeitet. Zudem wollen wir die Prozesse in der Nacherntephase sowie deren Auswirkungen auf die Qualität von Stecklingen besser verstehen. Wir analysieren, ob und welche Veränderungen des Stickstoff- und Kohlenhydratstatus nach der Ernte als Indikatoren zur Erkennung von Transportstress geeignet sind, um daraus Ansätze zur Optimierung der Logistikprozesse zu entwickeln.

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