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Neuigkeiten │ 2. Juni 2015

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Ernährungsforschung als Thematik von besonderer Bedeutung, unter Anderem im Kontext der Vermeidung oder Reduzierung ernährungsbedingter Erkrankungen.

Mit der Fördermaßnahme „Kompetenzcluster der Ernährungsforschung“ erhält der Forschungsverbund NutriAct , „Nutritional Intervention for Healthy Aging: Food Patterns, Behaviour, and Products“ (Ernährungsintervention für gesundes Altern: Nahrungsmuster, Verhalten und Produkte) jetzt 3,5 Millionen Euro. Die Finanzierung beginnend am 01. Juni 2015, läuft zunächst über einen Zeitraum von 3 Jahren.

Auf Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen rund um menschliche Ernährung, zielt das Projekt darauf ab verbrauchernahe leicht umsetzbare Konzepte zur gesunden, individuellen und altersgerechten Nahrungszusammenstellung, zu entwickeln.

Die Region Berlin/Brandenburg ist dabei neben Bonn, Jena/Halle/Leipzig und München, eine von nur vier geförderten Regionen deutschlandweit.

Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) arbeitet in NutriAct gemeinsam mit 31 weiteren regionalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft unter der Gesamtkoordination des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE). Neben 10 Forschungseinrichtungen, sind 17 Unternehmen, sowie verschiedene andere Institutionen am Verbund beteiligt.

Prof. Dr. Monika Schreiner, hauptverantwortliche Wissenschaftlerin bei NutriAct von Seiten des IGZ und stellvertretende Direktorin im Gespräch:

Warum ist es so wichtig, gesunde Ernährung zu untersuchen?

„Vom Verbraucher werden zunehmend – bedingt durch die veränderten Präferenzen zur Lebensmittelqualität – Lebensmittel mit erhöhten Gehalten an gesundheitsfördernden Inhaltstoffen nachgefragt. So spielen gesundheitliche Aspekte bei der Kaufentscheidung von Lebensmitteln eine immer wichtigere Rolle. Altersassoziierte Veränderungen erfordern die Entwicklung maßgeschneiderter Lebensmittel um Ernährungsansprüchen von Senioren Rechnung zu tragen. Dabei können Gemüse und Kräuter als natürliche und zudem frische und unverarbeitete Lebensmittel zu einer altersadäquaten Diät beitragen.“

Was trägt das IGZ zu NutriAct bei?

„In diesem Kontext will das IGZ dazu beitragen, das Metabolitprofil [*Zusammensetzung der natürlichen Inhaltsstoffe; Anm. d. Red.] dieser natürlichen pflanzenbasierten Lebensmittel insbesondere bei pflanzlichen Proteinen, ungesättigten Fetten und Ballaststoffen, aber auch bei ausgewählten Sekundärmetaboliten entsprechend der altersbedingt veränderten Bedürfnisse zu optimieren.“

Neben Prof. Monika Schreiner beteiligen sich zwei weitere Wissenschaftlerinnen des Instituts maßgeblich am Projekt, Dr. Susanne Neugart, Leiterin einer Nachwuchsgruppe zur Untersuchung von Flavonoiden, sowie Dr. Melanie Wiesner.

 

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Weblinks:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

NutriAct

Pressemitteilung NutriAct in der Ernährungsrundschau

Pressemitteilung des DIfE zu NutriAct