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Infrastruktur

In Großbeeren befindet sich der größte der zwei Standorte (Großbeeren mit Versuchsstation Golzow und Erfurt)  mit Laborgebäuden, Gewächshäusern und Freiflächen. Großbeeren ist Sitz des Wissenschaftlichen Direktors und der Zentralverwaltung. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter_innen des IGZ sind hier beschäftigt. In Erfurt-Kühnhausen gibt es ebenfalls Labore und eine Versuchsgewächshausanlage. Zusätzlich verfügt das Institut über Versuchsfelder in Golzow.

Laborgebäude Großbeeren

Fakten

2008

Neueröffnung des Laborgebäudes Großbeeren

45

Arbeitsplätze beherbergt das Laborgebäude

600 qm²

Arbeitsfläche bietet das Laborgebäude

Im Laborgebäude befinden sich neben Büros, Labore mit vielfältiger modernster technischer Ausstattung. Diese ermöglicht die Bearbeitung einer Vielzahl wissenschaftlicher Fragen im Bereich des Gartenbaus. Neben rein physiologischen Messungen, können sowohl molekularbiologische als auch Untersuchungen verschiedener Inhaltsstoffe vorgenommen werden. Unter anderem stehen zur allgemeinen und spezifischen Bestimmung von Primär- und Sekundärmetaboliten stehen gas- und flüssigchromatographische Messgeräte zur Verfügung.

Gewächshaus B (Kabinengewächshaus)

Das Kabinengewächshaus ist für die Untersuchung der Wirkung des Klimas in Kombination mit der Wasser- und Nährstoffversorgung auf Wachstum, Morphologhie und Physiologie der Pflanzen und der sie beeinflussenden Mikroorganismen ausgelegt. Es besteht aus 16 baugleichen Kabinen mit einer Grundfläche von je 64 m², in denen die mikrometeorologischen Bedingungen und die Pflanzenernährung unabhängig voneinander geregelt werden können. Die Kabinen sind mit je 3 Heizungssystemen (Konvektorheizung für die Grundlast, Vegetationsheizung, Bodenheizung), Lüftung (50 % der Dachfläche), Hochdruckluftbefeuchtung, CO2-Versorgung, Schattierung und Belichtung (5 klx) ausgerüstet. Je 4 Kabinen ist eine Düngermischanlage zugeordnet, in welcher aus bis zu 10 verschiedenen Stammlösungen mit Leitungs-, VE- oder Regenwasser Düngerlösungen angemischt werden können. Die Versorgung der Pflanzen in den Kabinen kann sowohl über Tropfenbewässerung als auch in Nährlösungsfilmtechnik erfolgen. Versuche auf S1-Niveau sind möglich.

Fakten

16

baugleiche Kabinen

64 m²

Grundfläche je Kabine

je 3

Heizungssysteme

Gewächshaus C (Produktionsnahes Gewächshaus)

Fakten

200 m²

Grundfläche bei allen vier Häusern

10

Düngerkomponenten exakt dosierbar

0,6 m

Bodentiefe in 9 Beeten

Das Produktionsnahe Gewächshaus ist für eine detaillierte Untersuchung der Wirkung der Wasser- und Nährstoffversorgung auf Wachstum, Wasser- und Nährstoffaufnahme, Morphologie und Physiologie von Pflanzen ausgerüstet. Alle vier Häuser haben eine Grundfläche von 200 m² und sind mit Heizung (Konvektoren, Bodenheizung, Vegetationsheizung), Lüftung (50 % der Dachfläche), Hochdruckluftbefeuchtung, CO2-Versorgung, Schattierung und Belichtung (5 klx) ausgestattet. In zwei Häusern befinden sich 10 Parzellen (2 m x 8 m) auf einem Betonfußboden, welche separat mit Wasser und Nährstoffen über Tropfenbewässerung oder Nährlösungsfilmtechnik versorgt werden können. Für je ein Haus steht eine einfache bzw. komplexe Nährlösungsaufbereitungsanlage bereit. Letztere erlaubt die exakte Dosierung von bis zu 10 einzelnen Düngerkomponenten in unterschiedlichen Konzentrationen für die 10 Parzellen. In zwei weiteren Häusern können Pflanzen in jeweils 9 Beeten (2 m x 8 m) in einem 0,6 m mächtigen Boden kultiviert werden. Die Beete sind durch Betonwände voneinander getrennt und zum Untergrund geschlossen. In einem Gang außerhalb der Gewächshäuser kann der Drain der einzelnen Beete gesammelt werden. Versuche auf S1-Niveau sind möglich.

Klimakammern und Klimaschränke

Für die Kultivierung von Pflanzen unter exakt definierten Umgebungsbedingungen stehen zehn begehbare Klimakammern (10 m²) und insgesamt 14 Klimaschränke zur Verfügung. In vier der Klimaschränke können die Pflanzen auf bis zu drei Etagen bei Beleuchtungsstärken von bis zu 300 µmol m-2 s-1 angezogen werden. Die Arbeitsfläche der übrigen zehn Schränke beträgt 1 m². In diesen Schränken und in den 10 Kammern können Beleuchtungsstärken von bis zu 700 µmol m-2 s-1 (in einigen Schränken bis zu 1000 µmol m-2 s-1) eingestellt werden. Die Temperatur ist im Bereich von 05 – 40 °C regelbar (in 2 Kammern ist Nachtfrostsimulation bis -5 °C möglich), die relative Luftfeuchtigkeit im Bereich von 40 – 85 % (bis 90 % ohne Belichtung). In den meisten Kammern und Schränken kann eine geregelte CO2 Versorgung erfolgen. Die Pflanzen werden in den Schränken auf höhenverstellbaren Blechen und in den Kammern auf Tischen oder dem Kammerboden kultiviert. Arbeiten mit gentechnisch verändertem Material der Sicherheitsstufe S1 sind zulässig.

Fakten

14

Klimaschränke

10

Begehbare Klimakammern

-5 bis + 40 °C

Temperaturspanne programmierbar

Gewächshaus E (Gaswechselgewächshaus)

Fakten

7

Umweltgase künstlich zuführbar

Gaswechsel

über- und unterirdisch kontinuierlich messbar

Stadtabgase

und ihre Wirkung auf Pflanzen nachstellbar

In Großbeeren befindet sich das europaweit einzige Gewächshaus für über- und unterirdische Gaswechselmessungen.

Die zentrale Funktion des Gaswechselgewächshauses ist die Messung des Gaswechsels, d.h. der Photosynthese, der Atmung und der Transpiration der Pflanzen und der in Symbiose oder Konkurrenz mit ihnen verbundenen Mikroorganismen. Der Gaswechsel wird dabei nicht zeitlich begrenzt und an einzelnen Pflanzen erfasst, sondern kontinuierlich an kompletten Beständen. Dies geschieht getrennt für die ober- und unterirdischen Pflanzenteile. In acht Kabinen von 30 m² Größe können diese Messungen parallel bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen durchgeführt werden. Auch Umweltgase wie Ozon, Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid, Ethylen, Methan und Ammoniak können in die Kabinen eingeleitet werden. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, die Emissionen in gefährdeten Städten oder Regionen nachzustellen und die Auswirkungen der Schadgase auf Pflanzen und Mikroorganismen zu untersuchen.

Gewächshaus D (Gefäßversuchsanlage)

Die Gefäßversuchsanlage ist für Versuche in Gefäßen unter Freilandbedingungen konzipiert, bei denen der Einfluss von Vögeln und natürlichem Niederschlag ausgeschlossen werden muss. Sie ist ein Gewächshaus, dessen Seitenwände anstelle von Glas mit einem Drahtgitter versehen sind. Die Dachkonstruktion hat keine Lüftungsklappen, da durch die allseits offenen Außenwände der Luftaustausch fast ungehindert ermöglicht wird. Die Gefäßversuchsanlage ist mit Arbeitstischen und Anschlüssen für Trinkwasser und entsalztes Wasser ausgerüstet.

Fakten

Gewächshaus ohne Glas

erlaubt natürlichen Luftaustausch

Vögel

werden durch Gitterwände ferngehalten

Lüftungsklappen

wegen der Gitterwand nicht erforderlich

Verwaltungsgebäude und Bibliothek

Öffnungszeiten der Bibliothek

Mo-Fr

nach Vereinbarung

Kontaktperson

Dr. agr.
Bernhard Brückner

Großbeeren
033701 / 78 - 252
brueckner@igzev.de
Wissenschaftler

Die Bibliothek des IGZ ist eine der Öffentlichkeit zugängliche wissenschaftliche Spezialbibliothek und Serviceeinrichtung für den Gemüse- und Zierpflanzenbau.  Der Bestand orientiert sich an den Forschungsschwerpunkten des IGZ. Die Bibliothek hält 62.000 Bestandseinheiten bereit, 40 Zeitschriften werden laufend bezogen. Zudem stellt die Bibliothek über Nationallizenzen und die Teilnahme am Subito-Lieferdienst Zugänge zu Volltexten zur Verfügung und ermöglicht eine schnelle Bereitstellung von Informationen.